Die Großunternehmen auf dem Dienstleistungsmarkt im Bereich Personenbeförderung verfügen oft über eigene Bedienerterminale und exklusive Tarife von Fluggesellschaften. Gleichzeitig möchten dabei die Effizienz der Geschäftsvorgänge durch die Automatisierung und Erweiterung des Produktportfolios steigern. Der Leiter des Projekts Portbilet Anton Rybka erzählte darüber, wie Portbilet-Technologien es den Subagenten der Holding ermöglichen, weiterhin unter ihrer eigenen Marke zu arbeiten, Boni von Spediteuren zu behalten und maximale Vorteile zu erzielen.
— Anton, können SIe uns erzählen, wie Sie auf die Idee gekommen sind, White Label ins Portbilet-System zu integrieren und was ist daraus geworden ist.
— Vor etwa fünf Jahren haben wir eine Sondermodifikation der Portbilet für die internen Bedürfnisse des Unternehmens entwickelt, um es unseren eigenen Unternehmensbereichen zu ermöglichen, das Produkt Portbilet von ihren juristischen Personen anzubieten. Aber zu einem bestimmten Zeitpunkt kamen zu uns große Subagentenunternehmen, die an Portbilet als Instrument für ihren Content interessiert waren. Diese Unternehmen hatten ihren eigenen Geschäftsverkehr, sie wollten es behalten: Eigene Terminale und Bonusprogramme der Fluggesellschaften, exklusive interne Tarife. Sie waren von den Automatisierungsmöglichkeiten und dem Vertriebsmanagement des Portbilet-Systems begeistert und wollten Ihre Geschäftsvorgänge mit unseren Technologien verbinden. Als wir die ersten derartigen Anfragen erhielten, waren wir vollständig bereit, diese umzusetzen, da wir alles bereits bei der Arbeit mit den internen Auftraggebern der Holdinggesellschaft getestet haben.
— Wie erfolgt eine solche Integration?
— Einen solchen Subagenten schalten wir an das Portbilet-System mit allen verfügbaren Funktionen an, fügen aber dabei ins System ihre eigenen Terminale ein. Sie stehen nur diesem Unternehmen zur Verfügung und es behält ihre Boni von den Fluggesellschaften. Portbilet ist auch insofern gut, dass es erlaubt, die eigenen Terminalen und Tarifen des Subagenten mit äußerst wettbewerbsfähigen Angeboten von Vipservice in allen anderen Nischen zu ergänzen. In der Regel haben sogar Großunternehmen eine begrenzte Anzahl von eigenen Verträgen. Zum Beispiel, wir integrieren ins System ihr Terminal Sabre mit Aeroflot und alle anderen Produkte: Flugtickets anderer Beförderer, Bahntickets, Transfers, Hotels buchen Sie über Portbilet. Wir hatten nie einen Präzedenzfall für jemanden, der kam mit der Bitte, alles außer seiner eigenen Terminale auszuschalten. Das kann man sich kaum vorzustellen.
— Wie unterscheidet das Portbilet-System „eigene“ und „fremde“ Reservierungen?
— Für die fremden Terminale wird ein Transaktionsgeschäftsmodell eingesetzt. Portbilet ist für kleine oder mittelgroße Agenturen im Rahmen eines Standardvertrags kostenlos und Transaktionen über fremde Terminale sind kostenpflichtig. Hier soll erwähnt werden, dass dieses Schema nur für Großunternehmen geeignet ist.
— Warum? Denn auch kleinere Subagenten können eigene Terminale haben...
— Es ist so, dass wenn Subagenten ihre Terminale in das System integrieren lassen, übernehmen sie bestimmte Verpflichtungen. Unser Call Center kann den Vertrieb per fremde Terminale nicht nachverfolgen und keine Servicedienstleistungen dafür anbieten, deshalb müssen die Subagenten die Fragen bezüglich den Rückerstattungen, Reservierungen, Ticketumtausch und zusätzlichen Dienstleistungen selbständig klären. Der Subagent braucht einen eigenen Kundendienst und Call Center. Dies aber können sich nur Großunternehmen erlauben. Für einen durchschnittlichen Subagenten ist es bequem, wenn er nur die Portbilet-Ressourcen benutzt. Das erlaubt ihm solche Kosten zu ersparen.
Eigentlich können große, mittelgroße und kleine Subagenten unseren White Label benutzen, ohne eigene Terminale zu integrieren. Manche möchten White Label auf ihrer Website benutzen ohne auf Vipservice oder Portbilet hinweisen zu müssen. Es ist wichtig für sie, dass der Kunde denkt, es sei ihre technologische Lösung. Wir bieten eine solche Möglichkeit. Am häufigsten wird es jedoch von Großanbietern und Unternehmen mit einem entwickelten Netzwerk eigener Vertriebsbüros oder der Vertriebsbüros ihrer Partner verwendet.
— Gibt es noch andere potenzielle Auftraggeber, die an Ihrem Produkt interessiert sein könnten?
— White Label von Portbilet ist das perfekte Produkt für große Retail-Netzwerke, die den Offline-Ticketverkauf und Reiseprodukte mit minimalen Anfangskosten anbieten möchten. Das Retail-Netzwerk ist eigentlich eine Kasse, an der der Kassierer schneller dem Kunden aus der Warteschlange eine Ware oder Dienstleistung verkaufen möchte, um den nächsten Kunden bedienen zu können. Dabei kennen sich die Mitarbeiter mit den Ticketvertriebsbesonderheiten nicht aus und in Portbilet gibt es viele Tipps und Hinweise für den Benutzer, die den Nicht-Experten vor Fehlern schützen. Unser Produkt erlaubt dem Manager, z.B. eines Mobilfunkgeschäfts, ein Flugticket genauso einfach wie eine Smartphone-Hülle zu verkaufen. Außerdem ist das eine gute Möglichkeit für den Verkauf von Begleitprodukten: z.B., kann man dem Kunden eine SIM-Karte mit einem für die Reise passenden Tarif anbieten.
Wir sind schon bereit in dieser Richtung zu arbeiten. Wir können auch entsprechendes Branding anbieten, da wir es schon getestet und für unseren internen Auftraggeber in der Holdinggesellschaft Vipservice erfolgreich umgesetzt haben.
— Portbilet ist jetzt auch auf den ausländischen Märkten vertreten und erweitert kontinuierlich seine Geschäftsgeographie. Sein White Label auch?
— Ja, und auf ausländischen Märkten gibt es andere BSP, andere vertragliche Beziehungen zwischen Fluggesellschaften und ihren Agenten - und dies ist eine Situation, in die unser White Label perfekt passt. Ausländische Subagenten laden alle Ihre Verträge ins Portbilet-System ein und benutzen seine Funktionen. Ein Vorteil hier wäre sogar, dass sie selbst ihre Kunden unterstützen müssen. Unsere Partner bestehen sogar darauf, da sie die örtliche Mentalität und Markttraditionen besser verstehen und eine Sprache mit den Kunden sprechen.
Örtliche Spieler kennen die Besonderheiten des Markts und ihre Subagenten besser, wir werden uns damit nicht intensiv beschäftigen müssen. Obwohl wir natürlich Lokalisierung für das System mit Berücksichtigung der örtlichen Vorschriften vornehmen. Zurzeit arbeiten mit White Label Portbilet unsere Partner aus Armenien und Kasachstan, uns sehr bald starten wir das Projekt in Kirgisien, Moldau und Georgien.
Und natürlich arbeiten wir momentan an der Einführung auf den deutschen Markt. Das ist unser strategisches Ziel. Es war relativ einfach das Produkt auf den GUS-Markt einzuführen. Es gab keine Lösungen solcher Art vor uns. Der deutsche Markt dagegen ist sehr entwickelt in dieser Richtung und es gibt mindestens ein ernstes Produkt mit dem wir Konkurrenz machen werden. Aber wir sind dazu bereit und haben sogar mögliche positive Momente einer solchen Konkurrenz für den russischen Markt vor unseren Augen. Einige Lösungen, die aus einer solchen gesunden Konkurrenz entstehen, können wir in Russland einsetzen und gewinnen dabei gegenüber den Konkurrenten einen Vorsprung auf dem Markt.
— Gibt es viele Konkurrenten in Russland?
— Meiner Meinung hat das Portbilet-System keine gleichgestellten Konkurrenten. Wenn man nicht vom System im Ganzen spricht, sondern nur von White Label, kenne ich einige Unternehmen, die ein ähnliches Produkt anbieten. Alle bieten unterschiedliche Bedingungen an, aber nach meinen Berechnungen ist unser Angebot preiswerter: Einige bieten hohe monatliche Provisionen für jedes angeschlossenes Terminal, die anderen machen alle Operationen kostenpflichtig, sogar Reservierung, die Dritten haben zu hohe Preise für die Anpassung an die Bedürfnisse des Kunden.
— Übrigens da wir schon über die Anpassung sprechen: Bekommen Sie häufig solche Anfragen und mit welchen Kosten müssen die Subagenten rechnen?
— Unsere Erfahrung lässt uns voraussagen, ob die vom Subagenten angefragte Anpassung auch für andere Kunden/Partner benötigt wird. Wir können auch mit unseren internen Auftraggebern im Subagenten- oder Firmengeschäft der Holdinggesellschaft darüber sprechen und fragen, ob sie darin eine Monetarisierungsmöglichkeit sehen. Falls wir eine positive Antwort auf diese Fragen bekommen, machen wir das kostenlos.
Aber in der Regel kommt man zu uns mit spezifischen Wünschen für ein konkretes Geschäft, dann erstellen wir natürlich einen Kostenvoranschlag. Meistens gibt es zwei Situationen. Im ersten Fall bekommen wir eine Anfrage von einem großen technologischen Subagentenunternehmen, das uns um spezifische Anpassung für seinen Firmenkunden bittet. Im zweiten Fall sind es örtliche Besonderheiten. Z.B., hat man sich in einigen Regionen an eigene Berichtsarten gewöhnt, man kann flexibler mit Gebühren arbeiten usw.
Bei der Entwicklung können wird dank unserem Wissen verschiedene komplizierte Projekte umzusetzen, während die gesammelten Erfahrungen dem Kunden manchmal sogar zeigen, wie er seinen Arbeitsvorgang optimiert und unnötige Kosten für den Systemwechsel vermeidet.
Informationen für Subagenten
Informationen für Firmenkunden
Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ)
Einen Experten für technischen Support einbeziehen